Zentralisierung von Produktdaten und Produktinformationsmanagement bei Wego Systembaustoffe GmbH
Die Herausforderung
Wego Systembaustoffe GmbH ist ein führender deutscher Distributor von Bau- und technischen Dämmsystemen und Teil der internationalen SIG plc Group. Das Unternehmen beschäftigt mehr als 1.300 Mitarbeitende an über 50 Standorten und verbindet Hersteller mit Fach- und Bauunternehmen. Das Produktportfolio umfasst eine breite Auswahl an Lösungen für Bau, technische Isolierung, Trockenbau, Dach und Fassade.
Als Teil der SIG Group verfolgt Wego konsequent eine Strategie der digitalen Transformation. Die Standardisierung und Automatisierung des Produktinformationsmanagements nimmt dabei eine zentrale Rolle innerhalb der Organisation ein.
Mit der kontinuierlichen Erweiterung des Produktportfolios und der Vertriebskanäle stand Wego vor der Herausforderung, Produktdaten zentral zu verwalten und eine konsistente Datenqualität über verschiedene Systeme hinweg sicherzustellen. Die Produktinformationen waren auf mehrere Quellen verteilt und unterschieden sich in Struktur und Format. Dadurch war ihre effiziente Nutzung im E-Commerce sowie die Integration mit SAP erschwert.
Die SIG Group hatte bereits positive Erfahrungen mit Pimcore in ihrer polnischen Tochtergesellschaft gesammelt. Dort konnte die Plattform das Informationsmanagement für mehrere tausend Produkte erfolgreich standardisieren und automatisieren. Auf Basis dieser Erfahrungen entschied sich die Gruppe, bei Wego eine vergleichbare Lösung einzuführen. Ziel war es, eine zentrale und verlässliche Datenquelle für Produktinformationen zu schaffen, die Zeit für die Bereitstellung und Veröffentlichung von Produktdaten zu reduzieren und eine skalierbare Grundlage für die weitere Digitalisierung von Prozessen innerhalb der SIG Group zu schaffen.
- Produktdaten waren auf mehrere Systeme verteilt, ohne eine zentrale und verlässliche Datenquelle für Produktinformationen.
- Fehlende Standardisierung von Datenformaten und kein einheitliches Modell für Produktinformationen.
- Erschwerte Identifikation verwandter Produkte und Sortimentsvarianten.
- Manuelle und zeitaufwändige Pflege von Produktdaten und Spezifikationsdateien.
- Fehlende Automatisierung bei Attributen und Maßeinheiten sowie kein durchgängiger, strukturierter Prozess für die Vorbereitung von Produkten zur Veröffentlichung.
- Lange Time-to-Market-Zeiten bei der Einführung neuer Produkte.
- Eine unzureichende Datenqualität erschwerte die effiziente Suche und Darstellung von Produkten im Online-Shop.
- Notwendigkeit einer Integration der Produktdaten mit SAP und dem Data Warehouse.
Die Lösung
- Einführung eines PIM-Systems (Pimcore) zur zentralen Verwaltung von rund 120.000 SKUs.
- Zusammenführung von Texten, numerischen Daten, Bildern und Dokumenten in einem zentralen Repository als einheitliche und verlässliche Datenquelle für Produktinformationen.
- Standardisierung des Datenmodells und Automatisierung der Attributverwaltung auf Basis von Produktkategorien.
- Einführung von Workflows zur Strukturierung des Produktvorbereitungsprozesses und zur Verbesserung der Datenqualitätskontrolle.
- Implementierung von Produktvariantenstrukturen zur Optimierung der Produktsuche und Produktdarstellung im Online-Shop.
- Integration des PIM-Systems mit SAP und dem Data Warehouse über Camel Databus, um eine konsistente und aktuelle Datenbasis sicherzustellen.
- Verkürzung der Time-to-Market durch Prozessautomatisierung und zentrale Datenverwaltung.
- Verbesserung der Produktdatenqualität durch die Beseitigung von Fehlern und Inkonsistenzen zwischen den Systemen.
- Schaffung einer skalierbaren Grundlage für die weitere Entwicklung, unter anderem für das Management von Baudokumentationen, Ablaufdaten von Dateien und die Einführung von Eigenmarken.
